meusefaust

 

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La Paz bis Santiago de Chile

Endlich hab ich wieder mal Zeit ausfuehrlich zu schreiben. Hab zwischen Lima und Santiago kaum Zeit dafuer gefunden. In meinem handschriftlichen Tagebuch bin ich auch erst am 19.3.2011 und bin die letzten Tage immer am Schreiben, aber ich habe so viel erlebt, das ich festhalten moechte. Werde heute Abend weiterschreiben und hoffe dass ich fertig werde.

Aber jetzt zum restlichen Verlauf meiner Reise mit der Gruppe.

Stehen geblieben bin ich in La Paz. Wir sind am spaeten Nachmittag dort angekommen. Ich hab nur schnell meine Sachen ins Zimmer gestellt und hab mich gleich auf den Weg zum Hexenmarkt gemacht. Wieder haben wir die Lamafoeten gesehen



Ich find das einfach nur grausig! So etwas schenkt man einer Frau, die gerade ein Kind bekommen hat, das soll Glueck bringen *grrrrr* Aber gut andere Laender, andere Sitten. Doris, Kurt, Gerhard und ich haben dann noch unser La Paz Welcome Beer getrunken und sind dann gegen 18.30 zum Hotel zurueck, da die Dame von ProDownhill gekommen ist und uns erklaert hat wie das mit der Fahrradtour am naechsten Tag funktioniert. Leider mussten wir uns entscheiden - La Paz oder Fahrradtour [die gefaehrlichste Strasse der Welt runter]. Naja, das was ich von La Paz gesehen habe hat mich nicht so wahnsinnig beeindruckt, darum ist mir die Enscheidung sehr leicht gefallen

Am naechsten Morgen hat man uns recht zeitig abgeholt und wir sind zur Abfahrtsstelle gefahren. In der Frueh war es noch ziemlich kalt da oben mehr als 4.000 Meter. Unsere Guides haben uns mit Schutzkleidung und Fahrraedern ausgestattet.



Und schon ging die Fahr los. Der erste Teil der 65 km langen Strecke war ja noch recht angenehm. Die Strasse war asphaltiert, der Nebel hat sich verzogen und wir hatten eine sensationelle Aussicht auf das Tal.



Als wir dann beim alten Teil der Strasse angelangt sind, wurde uns allen [Kurt, Gerhard, Olaf, Brigitte, Stefan und mir] recht schnell klar, warum es die gefaehrlichste Strasse der Welt ist - Schotterstrasse mit zum Teil grossen Steinen, knapp 3 Meter breit, Linksverkehr, damit der Fahrer sehen kann ob er noch ein bisschen ausweichen kann oder nicht.





Alles in Allem war es ein sensationelles Erlebnis und wir sind alle heil am Abend Heim gekommen. Mir haben am Abend die Haende vom Bremsen wehgetan, aber da muss man durch

Am naechsten Tag hat man uns in der Frueh abgeholt, damit wir nach Sucre fliegen koennen. Als wir am Flughafen angekommen sind hat es geheissen -schlecht Wetter in Sucre, wir koennen nicht fliegen- Warten war angesagt, leider hat sich auch 3 Stunden nach geplanten Abflug das Wetter in Sucre nicht verbessert und wir haben alle entschieden, dass wir mit dem Nachtbus fahren.





und sind auf den oertlichen Markt gegangen. Der Damen haben wir ordenlich viel Obst abgekauft! Und gut war es *yammie*



Leider hatten wir nur ein paar Stunden in Sucre und sind am spaeten Nachmittag Richtung Potosi aufgebrochen. Als wir dort angekommen sind wurde uns eroeffnet, dass fuer den naechsten Tag ein Streik von den Minenarbeitern angesagt wurde. Folglich haben wir schnell, schnell unsere Gepaeck in die Zimmer gebracht und sind zu den Minen gefahren, um sie zu besichtigen.



Also arbeiten moechte ich da nicht muessen! Und wir waren noch in einer Mine, in der man aufrecht stehen konnte - unglaublich wie man das aushalten kann. In der Fueh im Dunklen zur Arbeit gehen, den ganzen Tag ohne Tageslicht arbeiten und am Abend im Dunkeln nach Hause gehen. Kein Wunder dass die Minenarbeiter streiken und mehr Geld verlangen.

Am naechsten Morgen sind wir ganz zeitig nach Uyuni losgefahren, da auch Strassensperren angekuendigt wurden und wir nicht in Potosi feststecken wollten. Als wir in Uyuni angekommen sind, hatten wir den ganzen Nachmittag frei und haben uns den Ort angeschaut. Ist ein recht nettes Oertchen, aber ausser die Eisenbahnschienen anschauen



und am Hauptplatz sitzten kann man da nicht viel. Am naechsten Tag konnten wir ausschlafen, was ich mir sehr zu Herzen genommen habe [hab bis 8.00 geschlafen]. Am Vormittag hatten wir noch ein bisschen Zeit fuer uns und dann ging es in die Salzwueste. Leider ist dort immer noch Regenzeit gewesen und die ganze Wueste ist unter Wasser gestanden. Aber nichts desto trotz war es ein Erlebnis.





Leider hab ich im Moment noch keine lustigen Bilder, die sind auf der Kamera von Gerhard. Werde sie aber nachliefern! 2 Stunden haben wir uns mit den Spielsachen, die wir gekauft haben und mit der Kamera ausgetobt

Am Abend sind wir dann noch zum Zugfriedhof gefahren und von dort weiter nach San Juan, wo wir uebernachtet haben. Es war ein ziemlich lustiger Abend in der einfachen Unterkunft, ich glaube diese Nacht wird allen in Erinnerung bleiben.

Am naechsten Morgen sind wir in der Frueh durch die Siloli Wueste gefahren, haben uns die Laguna Colorada angeschaut und auf 5.000 Meter konnten wir sogar Gaysire anschauen. Das war eine sensationell schoene Fahrt.





Was mich am Meisten beeindruckt hat war die karge, sandige Wuestenlandschaft im Vordergrund und im Hintergrund die schneebedeckten Berge - einfach traumhaft!

Am spaeten Nachmittag sind wir in San Pedro de Atacama [Chile] angekommen. Wir sind gemuetlich abendessen gegangen und dann recht frueh schlafen. Den naechsten Tag hatten wir bis 16.30 ganz fuer uns allein. Kurt, Doris, Gerhard und ich haben uns das Staedchen angeschaut und ich hab endlich den Vertrag unterschrieben und weggeschickt. Vor ich jedoch das Kuvert zur Post gebracht habe, hat Kurt darauf bestanden eine +/- Liste zu machen. + und somit Kap Verde hat gewonnen

Am Nachmittag sind wir dann in den Valle de la Luna gefahren und haben die Landschaft genossen und uns den Sonnenuntergang angeschaut.



Uebrings - das sind wir - die verrueckten Oesterreicher - das Lachteam


Am naechsten Morgen sind wir dann zum Flughafen nach Calama aufgebrochen. Die Gruppe hatte einen frueheren Flug als ich und es ist alles ziemlich schnell gegangen, ich konnte mich naemlich von den Leuten gar nicht verabschieden, ich hab jedoch mit Kurt, Doris und Gerhard ausgemacht, dass ich auf sie am Plaza de Arma in Santiago warten werde.

Als ich endlich in Santiago angekommen bin musste ich mir als erstes ein Hostal suchen. Eine Stunde bin ich mit meinem Hab und Gut durch die Strassen geschreift. Bei der ersten Adresse hat es geheissen *das Hostal ist umgezogen* bei der zeiten Adresse war eine Baustelle *das Hostal ist umgezogen* aber schlussendlich hab ich doch noch ein Bettchen fuer die Nacht gefunden und hab meine Sachen im Zimmer abgestellt und bin gleich zum Plaza del Arma gegangen, wo ich sofort Gerhard gefunden habe. Wir sind zum Mercado Central, wo auch schon die restliche Gruppe war. Es hat mich sehr gefreut, dass ich alle noch mal gesehen habe. Ich habe beschlossen mit ihnen zum Flughafen zu fahren um sie dort zu verabschieden, was mir doch sehr schwer gefallen ist, da wir [im Speziellen die Oesterreicher] eine sehr lustige Zeit miteinander hatten.
Wieder alleine bin ich dann zurueck in die Stadt und bin recht bald schlafen gegangen, denn am naechsten Morgen bin ich schon nach Valparaiso aufgebrochen. Muss sagen es hat mir ganz gut gefallen. Die Aussicht aufs Meer und die Stadt war zauberhaft.
Seit Sonntag Nachmittag bin ich wieder in Santiago





aber wenn ich ehrlich bin fuehle ich mich hier nicht ganz so wohl. Kann zwar nicht sagen warum. Ich weiss nur, dass ich mich auf Morgen Vormittag freue und ich endlich im Flieger nach Buenos Aires sitzte.

In diesem Sinne ... bis zum naechsten mal aus Buenos Aires
29.3.11 18:22
 



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