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La Paz bis Santiago de Chile

Endlich hab ich wieder mal Zeit ausfuehrlich zu schreiben. Hab zwischen Lima und Santiago kaum Zeit dafuer gefunden. In meinem handschriftlichen Tagebuch bin ich auch erst am 19.3.2011 und bin die letzten Tage immer am Schreiben, aber ich habe so viel erlebt, das ich festhalten moechte. Werde heute Abend weiterschreiben und hoffe dass ich fertig werde.

Aber jetzt zum restlichen Verlauf meiner Reise mit der Gruppe.

Stehen geblieben bin ich in La Paz. Wir sind am spaeten Nachmittag dort angekommen. Ich hab nur schnell meine Sachen ins Zimmer gestellt und hab mich gleich auf den Weg zum Hexenmarkt gemacht. Wieder haben wir die Lamafoeten gesehen



Ich find das einfach nur grausig! So etwas schenkt man einer Frau, die gerade ein Kind bekommen hat, das soll Glueck bringen *grrrrr* Aber gut andere Laender, andere Sitten. Doris, Kurt, Gerhard und ich haben dann noch unser La Paz Welcome Beer getrunken und sind dann gegen 18.30 zum Hotel zurueck, da die Dame von ProDownhill gekommen ist und uns erklaert hat wie das mit der Fahrradtour am naechsten Tag funktioniert. Leider mussten wir uns entscheiden - La Paz oder Fahrradtour [die gefaehrlichste Strasse der Welt runter]. Naja, das was ich von La Paz gesehen habe hat mich nicht so wahnsinnig beeindruckt, darum ist mir die Enscheidung sehr leicht gefallen

Am naechsten Morgen hat man uns recht zeitig abgeholt und wir sind zur Abfahrtsstelle gefahren. In der Frueh war es noch ziemlich kalt da oben mehr als 4.000 Meter. Unsere Guides haben uns mit Schutzkleidung und Fahrraedern ausgestattet.



Und schon ging die Fahr los. Der erste Teil der 65 km langen Strecke war ja noch recht angenehm. Die Strasse war asphaltiert, der Nebel hat sich verzogen und wir hatten eine sensationelle Aussicht auf das Tal.



Als wir dann beim alten Teil der Strasse angelangt sind, wurde uns allen [Kurt, Gerhard, Olaf, Brigitte, Stefan und mir] recht schnell klar, warum es die gefaehrlichste Strasse der Welt ist - Schotterstrasse mit zum Teil grossen Steinen, knapp 3 Meter breit, Linksverkehr, damit der Fahrer sehen kann ob er noch ein bisschen ausweichen kann oder nicht.





Alles in Allem war es ein sensationelles Erlebnis und wir sind alle heil am Abend Heim gekommen. Mir haben am Abend die Haende vom Bremsen wehgetan, aber da muss man durch

Am naechsten Tag hat man uns in der Frueh abgeholt, damit wir nach Sucre fliegen koennen. Als wir am Flughafen angekommen sind hat es geheissen -schlecht Wetter in Sucre, wir koennen nicht fliegen- Warten war angesagt, leider hat sich auch 3 Stunden nach geplanten Abflug das Wetter in Sucre nicht verbessert und wir haben alle entschieden, dass wir mit dem Nachtbus fahren.





und sind auf den oertlichen Markt gegangen. Der Damen haben wir ordenlich viel Obst abgekauft! Und gut war es *yammie*



Leider hatten wir nur ein paar Stunden in Sucre und sind am spaeten Nachmittag Richtung Potosi aufgebrochen. Als wir dort angekommen sind wurde uns eroeffnet, dass fuer den naechsten Tag ein Streik von den Minenarbeitern angesagt wurde. Folglich haben wir schnell, schnell unsere Gepaeck in die Zimmer gebracht und sind zu den Minen gefahren, um sie zu besichtigen.



Also arbeiten moechte ich da nicht muessen! Und wir waren noch in einer Mine, in der man aufrecht stehen konnte - unglaublich wie man das aushalten kann. In der Fueh im Dunklen zur Arbeit gehen, den ganzen Tag ohne Tageslicht arbeiten und am Abend im Dunkeln nach Hause gehen. Kein Wunder dass die Minenarbeiter streiken und mehr Geld verlangen.

Am naechsten Morgen sind wir ganz zeitig nach Uyuni losgefahren, da auch Strassensperren angekuendigt wurden und wir nicht in Potosi feststecken wollten. Als wir in Uyuni angekommen sind, hatten wir den ganzen Nachmittag frei und haben uns den Ort angeschaut. Ist ein recht nettes Oertchen, aber ausser die Eisenbahnschienen anschauen



und am Hauptplatz sitzten kann man da nicht viel. Am naechsten Tag konnten wir ausschlafen, was ich mir sehr zu Herzen genommen habe [hab bis 8.00 geschlafen]. Am Vormittag hatten wir noch ein bisschen Zeit fuer uns und dann ging es in die Salzwueste. Leider ist dort immer noch Regenzeit gewesen und die ganze Wueste ist unter Wasser gestanden. Aber nichts desto trotz war es ein Erlebnis.





Leider hab ich im Moment noch keine lustigen Bilder, die sind auf der Kamera von Gerhard. Werde sie aber nachliefern! 2 Stunden haben wir uns mit den Spielsachen, die wir gekauft haben und mit der Kamera ausgetobt

Am Abend sind wir dann noch zum Zugfriedhof gefahren und von dort weiter nach San Juan, wo wir uebernachtet haben. Es war ein ziemlich lustiger Abend in der einfachen Unterkunft, ich glaube diese Nacht wird allen in Erinnerung bleiben.

Am naechsten Morgen sind wir in der Frueh durch die Siloli Wueste gefahren, haben uns die Laguna Colorada angeschaut und auf 5.000 Meter konnten wir sogar Gaysire anschauen. Das war eine sensationell schoene Fahrt.





Was mich am Meisten beeindruckt hat war die karge, sandige Wuestenlandschaft im Vordergrund und im Hintergrund die schneebedeckten Berge - einfach traumhaft!

Am spaeten Nachmittag sind wir in San Pedro de Atacama [Chile] angekommen. Wir sind gemuetlich abendessen gegangen und dann recht frueh schlafen. Den naechsten Tag hatten wir bis 16.30 ganz fuer uns allein. Kurt, Doris, Gerhard und ich haben uns das Staedchen angeschaut und ich hab endlich den Vertrag unterschrieben und weggeschickt. Vor ich jedoch das Kuvert zur Post gebracht habe, hat Kurt darauf bestanden eine +/- Liste zu machen. + und somit Kap Verde hat gewonnen

Am Nachmittag sind wir dann in den Valle de la Luna gefahren und haben die Landschaft genossen und uns den Sonnenuntergang angeschaut.



Uebrings - das sind wir - die verrueckten Oesterreicher - das Lachteam


Am naechsten Morgen sind wir dann zum Flughafen nach Calama aufgebrochen. Die Gruppe hatte einen frueheren Flug als ich und es ist alles ziemlich schnell gegangen, ich konnte mich naemlich von den Leuten gar nicht verabschieden, ich hab jedoch mit Kurt, Doris und Gerhard ausgemacht, dass ich auf sie am Plaza de Arma in Santiago warten werde.

Als ich endlich in Santiago angekommen bin musste ich mir als erstes ein Hostal suchen. Eine Stunde bin ich mit meinem Hab und Gut durch die Strassen geschreift. Bei der ersten Adresse hat es geheissen *das Hostal ist umgezogen* bei der zeiten Adresse war eine Baustelle *das Hostal ist umgezogen* aber schlussendlich hab ich doch noch ein Bettchen fuer die Nacht gefunden und hab meine Sachen im Zimmer abgestellt und bin gleich zum Plaza del Arma gegangen, wo ich sofort Gerhard gefunden habe. Wir sind zum Mercado Central, wo auch schon die restliche Gruppe war. Es hat mich sehr gefreut, dass ich alle noch mal gesehen habe. Ich habe beschlossen mit ihnen zum Flughafen zu fahren um sie dort zu verabschieden, was mir doch sehr schwer gefallen ist, da wir [im Speziellen die Oesterreicher] eine sehr lustige Zeit miteinander hatten.
Wieder alleine bin ich dann zurueck in die Stadt und bin recht bald schlafen gegangen, denn am naechsten Morgen bin ich schon nach Valparaiso aufgebrochen. Muss sagen es hat mir ganz gut gefallen. Die Aussicht aufs Meer und die Stadt war zauberhaft.
Seit Sonntag Nachmittag bin ich wieder in Santiago





aber wenn ich ehrlich bin fuehle ich mich hier nicht ganz so wohl. Kann zwar nicht sagen warum. Ich weiss nur, dass ich mich auf Morgen Vormittag freue und ich endlich im Flieger nach Buenos Aires sitzte.

In diesem Sinne ... bis zum naechsten mal aus Buenos Aires
29.3.11 18:22


Kurz und bündig..

Tut mir leid, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe, aber wir sind jeden Tag von in der Früh bis spät unterwegs und ich komm einfach nicht zum updaten.

Stehen geblieben sind wir im Colca Canyon. Eine wahnsinnige Aussicht hatten wir dort











Die Damen sind dort noch ganz traditionell gekleidet




Vom dort aus sind wir zurück nach Arequipa und am nächsten Tag sind wir nach Cuzco geflogen. Dort haben wir das Zentrum der Inka Kultur kennen gelernt





Aussicht auf Cuzco - das Atmen fällt hier sehr schwer und wenn man 10 Stufen geht ist man völlig ausser Atem.


Am zweiten Tag sind wir in das Heilige Tal der Inka gefahren und haben uns sämtliche Ruinen angeschaut.





Auch die Salzproduktion der Region haben wir uns angeschaut



Am nächsten Tag sind wir zeitg mit dem Zug in Richtung Inka Trail Aufstieg gefahren. Die Wanderung dauerte in etwa 5 Stunden (13km). Die Wanderung ging über Stock und Stein, Stiegen rauf und Stiegen runter, aber landschaftlich war das ein Erlebnis.



Als wir endlich am Sonnentor angekommen sind, waren wir sehr enttäuscht, da der gesamte Maccu Picchu eingenebelt war, aber nur 10 Minuten später wurde unsere anstrengende Wanderung mit einer wahnsinns Aussicht belohnt.



Wir sind dann gemütlich zum Maccu Picchu hinunter gelaufen und haben dort nochmals die Aussicht auf die Ruinen genossen.





Am späten Nachmittag haben wir dann den Bus nach Aquas Calientes genommen, da wir die Ruinen erst am nächsten Tag besucht haben.
Am nächsten Morgen hatte es sehr dichten Nebel auf dem Maccu Picchu, doch als wir oben angekommen sind, hat sich die Nebeldecke verflüchtigt und wir hatten wieder die sensationelle Aussicht auf die Ruinenanlage.

Beim Stadttor Maccu Picchu - 3 Stunden dauerte die Führung und als wir in den Bus eingestiegen sind, um nach Aquas Calientes zu fahren hat es wieder zu regnen begonnen. Kurz um wir hatten irrsinniges Glück mit dem Wetter und unser Spruch des Tages war "Wenn Engel auf Reisen sind,..."



Am Abend sind wir dann in Cuzco aus gegangen, da wir am nächsten Tag frei hatten. Wir sind um 22:00 gestartet und sind gegen 4:00 nach Hause gekommen. Am nächsten Morgen habe ich mir geschworen nie wieder Cuba Libre zu trinken. Hab den halben Tag verschlafen. Denn noch sind wir am Montag in die Kathedrale gegangen und anschliessend ins Inka Museum - ein bisschen Kultur muss sein, auch wenn der Kopf weh tut und der Magen flau ist, wir sind ja nicht zum Spass hier!

Am Dienstag sind wir dann in Richtung Puno aufgeborchen. Die Stadt hat mir total gut gefallen, obwohl wir nur sehr kurz dort waren. Wir sind zu einem Aussichtspunkt gelaufen.
All diese Stiegen rauf


Ausser Atem sind wir dann oben angekommen und haben die Aussicht genossen.


Am drauf folgenden Morgen sind wir in Richtung Bolivien (Isla del Sol) aufgebrochen. Der Grenzübergang war recht entspannt - ich hab es mir stressiger vorgestellt.


Am Nachmittag sind wir dann mit dem Schiff zur Isla de la Sol aufgebrochen. Ein Traum kann ich nur sagen.






Heute sind wir in Richtung La Paz aufgebrochen und ich muss sagen der Titicacca See ist einfach traumhaft.



Tut mir leid, dass der Bericht so kurzgebunden ausfällt, aber hier ist es schon 0:30 und ich muss morgen um 5:45 aufstehen, da wir die gefährlichste Strasse der Welt mit dem Fahrrad runter fahren und ich fit sein muss.

Weitere Berichte folgen ;o)
18.3.11 05:35


Von Lima bis Nazca

In der Früh bin ich aufgestanden und hab mich stadtfertig gemacht. Gerade als ich am Haare fönen war ist auch schon Lars (der Reiseleiter) in Hostal gekommen, ich habe ihm nämlich am Vortag eine Nachricht im Hotel hinterlassen, dass ich im Hostal Lionpackers bin und er mich dort finden kann ;o) Er hat mir dann gesagt, dass der Rest der Gruppe immer noch in Madrid ist und voraussichtlich erst am Abend in Lima ankommen wird. Wir haben um 12.00 im Hotel ausgemacht, da ich dann allein die Stadtführung machen werde. Auch nicht schlecht hab ich mir gedacht. Am Vormittag hab ich mich dann noch ein bisschen in Miraflores umgesehen und kurz vor 12 bin ich ins Hotel, wo mich die Stadtführerin abgeholt hat. Ich hab sie dann gebeten, ob sie die Führung nicht in Spanisch machen kann - sie hat sich gefreut und wir sind los. Zuerst sind wir zum Plaza de los enamorados gefahren.





Das ist ein ganz herziger Platz gewesen. Im Anschluss daran sind wir in die Altstadt gefahren.





Dort sind wir dann in die Kathedrale gegangen



und anschliessend haben wir den Kongress angeschaut.





Schliesslich sind wir dann zum Kloster San Francisco gegangen und haben uns das Kloster

und die Katakomben



angeschaut. Das war vielleicht gru9selig. Gegen späten Nachmittag sind wir dann wieder im Hotel gewesen, wo mir Lars eröffnet hat, dass die Gruppe erst gegen 23.00 ankommen wird und nicht wie geplant um 9 Uhr morgens - die Armen. Am Abend bin ich relativ früh ins Bett, da wir am nächsten Morgen um 6.00 los in Richtung Süden sind. Am frühen Vormittag sind wir am Hafen von Paracas angekommen





und haben via Bootstour Parque National angeschaut. Auf dem Weg zu den Islas haben wir einen Vorgeschmack auf die Nazcalinien bekommen.



Bei den Inseln angekommen



haben wir alte Bekannte von mir getroffen, die sind extra aus Ushuaia nach Peru gekommen um Hallo zu sagen ;o)





auch neue Bekanntschaufen haben wir gemacht



Am frühen Nachmittag sind wir dann in Richtung Pisco aufgebrochen, wo wir eine Bodega besucht haben und Pisco (das Nationalgetränk - Traubenschnaps) verköstigt haben. Pur schmeckt er mir nicht, aber der Pisco Sauer *yammie*. Gegen späten Nachmittag sind wir in Huacachina angekommen. Das ist eine kleine 200 Seelenortschaft umringt von Sanddünen



Dort hatten wir ein bisschen Zeit bis wir eine Buggytour in die Wüste gemacht haben



Das war vielleicht ein Spass. Noch mehr Spass hätte es gemacht, wenn ich fahren hätte dürfen ) aber meine Bestechungsversuchen haben nicht gefruchtet ( Dafür sind wir Sandboarden gegangen



Kommt zwar ans Skifahren nicht ran, aber eine Gaudi war es trotzdem. Am Abend haben wir dann alle zusammen zu Abend gegessen und gegen 22.00 hat Luigi vom Hotel mich gefragt, ob ich mit ihm und ein paar Freunden auf die Serenata möchte. Da hab ich nicht nein gesagt. Zuerst sind wir zum See und haben noch schnell ein Foto geschossen



und sind dann zur Serenata nach Ica gefahren.

Am nächsten Morgen sind wir in der Früh nach Nazca aufgebrochen. Auf dem Weg dort hin haben wir wunderschöne Landschaften gesehen.





In Nazca angkommen haben wir das Maria Reiche Museum besucht. Das ist die Deutsche Wissenschaftlerin, die ihr lebenlang die Nazcalinien erforscht hat. Das war recht interessant. Im Anschluss daran sind wir zu den Gräbern nach Chauchilla gefahren und haben die 1000 Jahre alten Mumien angeschaut. Vor 1000 Jahren scheint es lauter Hippies gegeben zu haben ;o)







Kurz vor dem der Sandsturm angefangen hat sind wir nach Nazca gefahren und haben dort einen gemütlichen Nachmittag und Abend verbracht. Am nächsten Morgen sind wir dann zeitig auf und sind zum Flughafen gefahren, damit wir die Nazcalinien von oben anschauen können. Mit einem kleinen Flugzeug



sind wir gestartet.





Man muss genau hinsehen, aber es war gar nicht so einfach die Linien zu fotographieren. Dazu ist gekommen, dass der Rest meiner Gruppe gekotzt hat und ich mich konzentrieren musste die Linien zu sehen und nicht auch noch zu kotzen, das hätte mir mein Ego nicht so gelassen ;o) Nach dem Rundflug sind wir dann in Richtung Arequipa aufgebrochen. Die Fahrt war wunderschön. Wir sind an der Pazifikküste entlang in Richtung Süden gefahren. An einem Strand haben wir auch gehalten und konnten schwimmen gehen, aber ich muss ehrlich sagen, mir war das Wasser zu kalt. Um Mitternacht sind wir dann endlich in Arequipa angekommen und sind gleich schlafen gegangen, denn am nächsten Morgen mussten wir wieder früh aufstehen für die Stadtrundfahrt. Arequipa ist von 3 Vulkanen umgeben und vom Aussichtspunkt hat man eine schöne Aussicht auf die Vulkane und auch auf die Stadt





Nach dem Aussichtspunkt sind wir zum Markt gefahren, wo wir unser Abendessen gesehen haben
*namnamnam*





Auch haben wir ein typisches Geschenk für gebährende Mütter auf dem Markt gesehen. Das sind getrocknete Lama Embryonen, die sollen den Neugeborenen und den Müttern Glück bringen. Ich hab gleich mal 2 eingepackt )



Anschliessend sind wir noch ein bisschen in der Stadt herumgelaufen



und haben das Kloster Santa Catalina angeschaut.

Ganz liebe Grüße aus Peru
Euer Llama ;o)
10.3.11 02:50


Von Cordoba nach Lima

Von wegen Samstag Abend Milonga. Es hat mich total zusammen gehaut und ich bin früh schlafen gegangen. Es hat mich extrem genervt, aber hilft nix.

Noch ein kurzer Bildnachtrag Cordoba. Die Stadt ist irgenwie eigenartig. Einerseits gibt es total schöne Gebäude und andererseits haben die so 60iger und 70iger Jahr Plattenbauten errichtet. Kann nicht sagen, ob mir die Stadt gefällt oder nicht. Aber macht euch am Besten selbst ein Bild von der Stadt ;o)




Das hat mir am Besten gefallen. In einem Elektromarkt kann man von einer Mikrowelle bis zu einem Moped alles kaufen.




Hab ich euch übrigens schon erzählt, dass ich jetzt eine Lamafamilie habe? Die 3 kommen aus Cafayate und haben beschlossen mit mir zusammen weiter auf Reisen zu gehen ;o) Jetzt hab ich wenigstens jemand mit dem ich reden kann, wenn ich mal keinen Anschluss finde )



Dafür bin ich am Sonntag recht früh raus und bin nach Mina Clavero gefahren. Das ist ca. 144 km südlich von Cordoba. Unser Kanguru hat gesagt dieser Ort wurde ihm empfohlen, da es sehr schön dort sei und man im Fluss schwimmen kann, ausserdem gäbe es einen 10 Meter hohen Wasserfall von dem man springen kann. Ich hab mir eigentlich ursprünglich vorgenommen dort ein paar Entspannungstage einzulegen, bin jedoch in Cafayate hängen geblieben, was sich später noch als
*besser so* rausstellen wird ;o)
Die Busfahrt dauerte geschlagene 3 einhalb Stunden und nicht wie vorangekündigt nur 2 einhalb Stunden, aber gut kann man eh nicht ändern, ausserdem hab ich eh Zeit. In Mina Clavero angekommen bin ich wiedermal in die falsch Richtung gelaufen und bin eine Stunde in der brütneden Hitze herumgelaufen, in der Hoffnung, dass ich endlich den Fluss finde, um schwimmen zu gehen. Schlussendlich bin ich nochmal zum Busbahnhof zurück und hab nochmal gefragt, wie ich zum Fluss komme, da ich schwimmen gehen möchte. Der nette Herr bei der Touri Info hat gesagt, dort hinten rechts die Stiegen runter *grrrrr* hätte mir die Stunde sparen könne, wenn ich vorher gefragt hätte, aber schlauer ist man erst zum Schluss. Voller Vorfreude bin ich die Stiegen runter und hab auf strahlend blaues Wasser gehofft und habe folgendes vorgefunden.

Jammie braunes Wasser in die eine Richtung


und noch mehr braunes Wasser in die andere Richtung


Ich hab mir lange überlegt, ob ich wirklich schwimmen gehen möchte und hab es schlussendlich gelassen und hab es vorgezogen noch ein bisschen im Ort spazieren zu gehen. Hab sogar einen Lunaparkt gefunden, der mich sofort an Milano Marittima erinnert hat )


Eines muss man sagen die Vegetation war toll anzuschauen, hab gar nicht gewusst, dass es solche Blumen gibt.


Am späten Nachmittag hab ich dann den Bus zurück nach Cordoba genommen und hab mir gedacht, wie froh ich bin, dass auf mein Bauchgefühl gehört habe und nicht wie geplant die paar Tage in Mina Clavero verbracht habe, sondern im schönen Cafayate hängen geblieben bin! Am Abend bin ich dann schlussendlich in die Milonga gegangen.
Super Bild in der Milonga


Es hat mir sehr gut gefallen und ich hatte glück, dass es einen Männerüberschuss gegeben hat und ich sehr viel zum Tanzen gekommen bin ;o) In der Milonga hab ich Leonardo und Walter kennengelernt. Die Beiden haben sich zu mir gesetzt und wir hatten einen lustigen Abend zusammen. Als die Milonga um 3 Uhr zugemacht hat, hat mir Walter gesagt, dass es morgen (Montag) ebenfalls einen Tangoübungsabend gibt, ob ich nicht lust habe auch zu kommen, das habe ich dankend angenommen, somit war mein Montag Abend auch schon gesichert ;o) Am Montag Vormittag hab ich es sehr gemütlich genommen, da mir die Fussballen dermaßen geschwollen waren und wehgetan haben, dass ich kaum laufen konnte. Aber hilft nix, meine Zeit in Cordoba ist begrenzt und ich bin nochmal in die Stadt gegangen und bin herum geirrt. Am Abend bin ich dann zum Tangoübungsabend gegangen, das war ganz lustig.
Am Mittwoch ist dann Walter mit mir nach Cuesta Blanca gefahren. Auch das ist ein Ort ausserhalb von Cordoba, in dem die Bewohner von Cordoba ihre Wochenenden verbringen und ich muss sagen, Cuesta Blanca hat mir viel besser gefallen, es war viel ruhiger und nicht so extrem auf Tourismus ausgelegt.







Nachdem wir wieder in Cordoba angekommen sind, sind wir nochmal in die Milonga gegangen und haben meinen letzten Abend dort verbracht und wieder habe ich viel getanzt.

Heute bin ich um 06.00 aufgestanden, da mein Flug um 9:30 war. Leider hatte der Flieger eine Stunde Verspätung und hätte ich das gewusst, hätte ich ein Stündchen länger schlafen können ( Der Flug war sensationell. Die Aussicht aus dem Flieger war ein Hit.


In Lima angekommen hab ich mir ein Taxi genommen und hab mich in den Stadtteil Minaflores (Touristenviertel) fahren lassen. Das Hostel, das ich mir ausgesucht habe, hatte leider kein Zimmer zur Verfügung. Eine geschlagenen Stunde bin ich herumgeirrt und bin von einem Hostel zum Anderen gegangen und überall hat man mir gesagt "voll". Schlussendlich habe ich doch noch eines gefunden ) Hab mein Hab und Gut im Zimmer verstaut und bin im Stadtteil ein bisschen herumgelaufen.
Ich hab auch das Haus meiner Südamerikanischen Familie gefunden ;o)


Das was ich bis jetzt von Lima gesehen habe ist ganz toll, aber morgen mehr. Morgen treffe ich die Gruppe und wir fahren in die Altstadt.






Ist die nicht hübsch?


Ganz liebe Grüße aus Peru
3.3.11 02:42


Toooor, Tooooor, i glaub ich wer narrisch .....

Ein kurzer Überblick, warum ich nochmalnach Cafayate wollte:










Ausserdem war am Samstag das große Finale der Serenata und das wollte ich irgendwie nicht verpassen. Wir sind gegen 19.00 in Cafayate angekommen. Ich bin dann zum Hostal und hab Mirian Hallo gesagt, die ist fast umgefallen vor lauter Freude. Leider hat die Henne von der Vormittagsschich mein Bett nicht reserviert, das ich telefonisch bestellt habe. Mirian hat mich dann gefragt was ich mache. Ich hab sie dann gebeten, ob ich nicht mein Gepäck nicht im Hostal lassen kann und ich werde die Nacht durchmachen und am nächsten Morgen um 10.00 ins Bett gehen, sobald mein Bettchen frei ist ) Sie hat mir dann netterweise einen Schlüssel für ein Schliessfach gegeben und hat gemeint, falls ich müde werde kann ich im Salon am Boden schlafen. Ich bin dann eine Runde im Dorf gegangen, da war die Hölle los. So viele Menschen waren die ganze letzte Woche nicht in Cafayate. Gegen 21.00 bin ich wieder zurück zum Hostal und hab Mirian gefragt, wann sie zur Serenata gehe. Wir haben es uns dann an der Rezeption gemütlich gemacht und haben gequatscht. Nach einer Weile haben sich Celeste und Leonel zu uns gesellt und sind ins Gespräch eingestiegen. Mirian hat gemeint sie müsse sicher noch bis 1.00 arbeiten und wir sollen schon mal vorgehen, was wir dann auch gemacht haben.



Leider hat es die ganze Nacht leicht geregnet und es war recht kalt, aber es war dennoch sehr lustig. Celeste hat dann gesagt, dass sie den Bus um 6.00 nimmt und voraussichtlich nicht schlafen gehen wird und ich in ihrem Bett schlafen kann. Gegen 4:30 hab ich dann ganz durchgefroren ihr Angebot sehr gerne entgegengenommen. Am nächsten Tag haben Leonel und ich beschlossen ein Fahrrad zu mieten und nach La Cabra de Cafayate zu radeln. Leider war das Weingut geschlossen, da Sonntag war. Dennoch war die Fahrt ganz nett und wir haben ein bisschen von der Landschaft um Cafayate gesehen. Am Nachmittag hat mir dann Leonel ein paar Sprichwörte in Spanisch beigebracht, was sehr lustig war und anschliessend sind wir nochmals zur Serenata gegangen, da war aber nichts mehr los und sind dann in der Stadt ein bisschen unterwegs gewesen. Auf dem Kunsthandwerksmarkt hab ich mir dann eine Tasche in Form von einem Lama gekauft, des Weiteren hab ich Watte gekauft und die Tasche ausgestopft und die Öffnung geschlossen. Das hat mich den ganzen Abend beschäftigt. Ist gar nicht so einfach wenn man Lamawein trinkt und keine Häkelnadel hat! Leonel und Mirian hatten den grössten Spass mit mir. Und die Gäste, die an der Rezeption vorbeigekommen sind haben gedacht, ich hab sie nicht mehr alle, aber ich hab dafür jetzt ein Lamastofftier (Julianna ist ihr Name) ) - nachdem Flore und Coati weg sind, brauch ich auch eine Gefährtin.




Übrigens das ist Mirian. Ich hab ihr versprochen, dass wenn sie ihr eigenes Hostal eröffnet und sie einen Job für mich hat, komme ich zurück nach Cafayate ;o)


Leonel hat einen Ausflug in die Quebrada gemacht und ich hab beschlossen nochmal in die Berge zu gehen, da mir die Wanderung so gut gefallen hat. Um 10.00 bin ich zur Aufstiegsstelle gelaufen (5km von meinem Hostal). War zu knausrig um mir ein Taxi zu nehmen, wird schon ein Pickup vorbeifahren, den ich anhalten kann. Das war meine Hoffnung, aber leider war dem nicht so und ich musste die ganze Strecke laufen. Um 11.00 bin ich dann bei der Aufstiegsstelle angekommen und hab gerade noch eine Gruppe erwischt mit der ich mitgehen konnte. Wie das letzte mal mussten wir öfters den Fluss überqueren, um zu den Wasserfällen zu kommen, nur leider hat es auch die letzte Zeit in Cafayate ziemlich viel geregnet und der Fluss hatte extrem viel Wasser.


Dennoch war es ein Spass bis auf einmal, da wär ich fast vom Fluss weggespült worden, hätten mir die anderen nicht geholfen. Am Abend bin ich dann recht müde und leider gesundheitlich angeschlagen im Hostal angekommen. Hab mir eine leichte Grippe und starken Husten eingeholt, aber da bin ich selber schuld. Im Hostal hab ich dann Leonel getroffen und hab ihn zur Bushaltestelle begleitet, da er beschlossen hat nach Tucuman und anschliessend weiter nach Resistencia zu fahren. Ich hab am Abend mit Mirian Empanadas gegessen und bin dann recht früh schlafen gegangen.
Am nächsten Tag hab ich beschlossen einen Tagesausflug nach San Carlos zu machen, was sich später als ein riesen Fehler herausstellte. Um 11.00 hab ich den Bus nach San Carlos genommen. Die Fahrt dauerte eine Stunde. Als ich in dem herzigen Örtchen angekommen bin, hab ich gemerkt, dass ich meine Kamera zuhause vergessen habe und so gut wie kein Geld dabei habe. Das Ganze wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn ich nicht bis 18.30 auf den Bus nach Hause warten hätte müssen, aber gut. Ich hab mich dann in ein Lokal gesetzt und hab gemütlich was getrunken und mein Tagebuch geschrieben. Aufeinmal kommt die Chefin und sagt mir, dass das Lokal schliesst - es ist nämlich Siestazeit - na super 14.00 und alles dicht im dem Ort. Ich hab mich dann am Hauptplatz hingesetzt und Löcher in den Himmel gestarrt und mein Hörbuch angehört. Soviel zu Thema - San Carlos ist ein ganz nettes Dorf; es ist nämlich das zweit älteste Dorf in Argentinien - scheiss drauf wenn man nix dort machen kann! Geht niemlas dort hin, besonders nicht alleine, man kann da nämlich nix machen!!! Am Abend als ich endlich wieder im Hostal war hab ich Leonel ein SMS geschrieben, wo er steckt und ob er mich mit nach Resistencia nimmt. Er hat gleich geantwortet und gemeint, er warte auf mich in Tucuman. Ich bin dann gleich zum Busbahnhof und wollte den Bus um 2.00 nachts nach Tucuman zu nehmen, doch leider waren keine Plätze mehr frei und so musste ich den Bus um 6.00 nehmen. Um 13.00 bin ich dann endlich in Tucuman angekommen. Leonel und ich sind was essen gegangen und haben uns dann anschliessend die Stadt angeschaut. Hier die Highlights für euch. Der Rest der Stadt ist nicht empfehlenswert.









Am Abend haben wir dann den Nachtbus nach Resistencia genommen. Die Fahrt dauerte 11 Stunden. Ich hab recht rasch im Bus geschlafen. Am nächsten Morgen als wir am Busbahnhof angekommen sind, hat mich der Ekel gepackt. Der ganze Boden in der Halle war voller toter Insekten. Die meisten waren Daumen groß, schwarz mit Flügeln und eine Mischung aus Karkalake und Grashüpfer *wäh-igitt-pfui* hab nicht mal ein Foto gemacht, das möchte ich euch ersparen. In Resistencia haben wir uns ein Hostal gesucht, haben uns frisch gemacht und sind zur Touristeninformation, da wir den Parque Nacional Chaco anschauen wollten. Die nette Dame bei der Info hat gemeint wir sollen mit einem Minibus fahren. Die Fahrt dauere nur eine Stunde. Um 12.00 sind wir dann mit so einem Minibus nach Capitán Solaris gefahren, von wo aus wir den Park besuchen können. Die Fahrt dauerte jedoch nicht eine Stunde, sondern 3. Als wir endlich in Capitán Solaris angekommen sind, sind wir zur Nationalpark Info gegangen. Dort hat uns der nette Herr ein Taxi bestellt, das uns zum Park bringt. Endlich am Park angekommen, hat uns Sofia sehr freundlich empfangen. Wir haben ihr dann gesagt, dass wir nur zweieinhalb Stunden haben, um den ganzen Park abzurennen. Sie hat gemeint, wir können eh nur den Fussgängerpfad machen, da es sehr viel geregnet hat und die Strassen nicht befahrbar sind. Sie hat uns dann eine Karte gegeben und uns auf den Weg geschickt. Des Weiteren hat sie uns viel Spass mit den Mosquitos gewünscht, es seien Unmengen im Park, da es die letzten Tage geregnet hat. Wir haben ihr dann gesagt, wir hätten genügend Antimückenspray. Darauf sie:"das hift gar nix" und hat gelächelt. wir sind genau eine dreiviertel Stunde im Park herum gelaufen, ich hab eine halbe Flasche Mückenspray verwendet und wie Sofia gesagt hat, es hat nix geholfen, ich schau aus wie eine Wiese voller Maulwurfhügel. Dennoch war es recht schön im Park.












Nachdem wir wieder zum Hauptgebäude zurück sind, haben wir uns mit Sofia hingesetzt, haben gemütlich was gegessen und gequatsch. Um 18:30 ist dann unser Bus nach Resistencia zurück gegangen. Auch diese Fahrt dauerte 3 Stunden, ich hätte die nette Dame aus der Touristeninformation wursten können. Wir sind dann noch was essen gegangen und danach schlafen.

Am nächsten Vormittag haben wir dann die Tickets für den Nachtbus gekauft. Leonel hat sich ein Ticket für San Ignacio gekauft und ich für Cordoba. Anschliessend sind wir dann in ein Cafe gesessen und haben geplaudert, Zeitung gelesen und Mails gecheckt. Am Nachmittag sind wir dann in der Stadt herumgeirrt. In Resistencia sind überall verstreut Statuen zu finden. Das ist ganz nett anzuschauen, doch ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten. Am späteren Nachmittag sind wir dann in ein Museum gegangen, um uns die Zeit zu vertreiben. Dort hat man uns gesagt, die Buchmesse wäre in der Stadt, drum sind wir dort auch noch hin. Und um 20.00 bin ich dann zum Busbahnhof, damit ich meinen Bus nach Cordoba erreiche.









Die Fahrt dauerte 12 Stunden und jetzt bin ich in Cordoba, immernoch leicht grippelig mit Husten und hab mir heute einen gemütlichen Tag gemacht. Hab mir ein Hostal gesucht, bin am Nachmittag in die Stadt und jetzt bin ich im Hostal und ruhe mich ein bisschen aus, da ich heute Abend Tango tanzen gehen möchte ;o)

Ganz liebe Grüße
26.2.11 23:34


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